Biologische Tumortherapie

Verschiedenste Ursachen führen in unserem Körper zur Bildung von Tumorzellen. Der Stoffwechsel der Körperzelle spielt hier eine entscheidende Rolle. Nach Dr. Hans-Heinrich Reckeweg verlaufen Erkrankungen nach 6 Phasen in deren Verlauf es zu irreversiblen Schäden in der Zelle, insbesondere der Mitochondrien und der Energieproduktion kommt. Mitochondrien schalten von der sauerstoffabhängigen Energiegewinnung (aerober Stoffwechsel) auf das Reserveprogramm der sauerstoffunabhängigen Energiegewinnung (anaerober Stoffwechsel) um.

Bereits 1924 hat Otto Heinrich Warburg (1883-1970) die Vergärung und das vermehrte Vorkommen von Milchsäure (Laktat) in Tumorzellen festgestellt und den Nobelpreis erhalten.

Dr. Johannes Coy hat 1996 das TKTL1 Gen entdeckt und konnte zeigen, dass aggressive Tumore über dieses Gen einen sauerstoffunabhängigen Zellstoffwechsel einleiten. Hierbei kommt es zu einer vermehrten Produktion von Milchsäure (Laktat), welches eine Schutzhülle um die Tumorzelle bildet und diese vor Chemotherapie und Strahlentherapie schützt. Die Blutuntersuchung des TKTL1-Test ermöglicht es, den Stoffwechsel und somit die Aggressivität des Tumors zu untersuchen. Bereits vor Beginn einer schulmedizinischen Therapie sollte dieser Bluttest durchgeführt werden. Medikamente liegen aktuell nicht vor, welche dieses Gen ausschalten, aber Untersuchungen zeigen, dass eine Ernährungsumstellung zu einer Veränderung des Zellstoffwechsels führen kann, so dass schulmedizinische Therapieverfahren optimaler wirken.

Zusätzlich werden eine individuelle Stärkung des Immunsystems und eine Optimierung des Zellstoffwechsels angestrebt.  Eine unterstützende Therapie mit Mistel ist auch in der Nachsorge von großer Bedeutung. Ebenso deutet der TKTL1-Bluttest auch in der Nachsorge frühzeitig auf ein Rezidiv hin.

www.tavarlin.com, www.johannescoy.de

Veröffentlichung:

Natalie Jansen & Johannes F. Coy
Diagnostic use of epitope detection in monocytes blood test for early detection of colon cancer metastasis
Future Oncology (2013) 9(4), 605–609